Schwabenheimer Motorsportteam SH räumt bei Rennen auf Lausitzring ab

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08.09.2012 - SCHWABENHEIM

Von Beate Schwenk

SH-Motorsport

Den „Wüstentest“ hat das Schwabenheimer Motorsportteam SH schon mal mit Erfolg bestanden. Bei tropischen Temperaturen hat der Porsche von Simon Heller am heißesten Wochenende des Jahres seine ersten Pokale eingefahren. Bei der RCN-Rundstrecken-Challenge hatte Pilot Maik Rosenberg auf dem Lausitzring gleich mehrfach die Nase vorn. Nun hat Teamchef Simon Heller das nächste große Ziel vor Augen: Zur Eröffnung der Langstreckensaison 2013 soll sein Porsche 997 GT3 Cup im Januar beim 24-Stunden-Rennen in Dubai an den Start gehen. Angemeldet ist das Team bereits, was noch fehlt, sind Sponsorengelder.


Technik stimmt

Doch zurück in die Lausitz, wo der Rennstall aus Schwabenheim seine ersten Erfolge verbuchen konnte. Bei Streckentemperaturen von 50 Grad schaffte es Maik Rosenberg gleich dreimal ganz oben aufs Treppchen. „Die Rennen haben uns gezeigt, dass Technik und Leistung stimmen“, erklärt Simon Heller, der den Wagen in Eigenarbeit in seiner Schwabenheimer Werkstatt aufgebaut hat. Pilot Maik Rosenberg war mit der Feuertaufe ebenfalls zufrieden. Das Auto sei perfekt gelaufen und das Team gut eingespielt, habe der Fahrer nach dem Dreifacherfolg auf dem Lausitzring gelobt. „Und er hat uns ein wertvolles Feedback gegeben“, berichtet Heller. Die Tipps sollen nun in die weitere Entwicklung des Rennautos einfließen.

Getüftelt wird unter anderem an einem neuartigen Motor, der mehr Leistung bringen und weniger Sprit verbrauchen soll. Hier arbeitet Heller mit mehreren Ingenieuren Hand in Hand. Während der Porsche in den nächsten Wochen auf das Wüsten-Abenteuer vorbereitet wird, sucht das Team noch weitere Sponsoren, die sich für den Motorsport begeistern. Ein schwieriges Unterfangen, wie Simon Heller festgestellt hat. „Aber es hat auch keiner gesagt, dass es einfach ist, in die Motorsportnische reinzukommen.“

Sponsoren gesucht

Eigentlich hatte der 31-Jährige mit seinem Porsche schon in dieser Saison richtig durchstarten wollen, doch es konnten nicht genügend Sponsorengelder akquiriert werden. Mit den ersten Rennerfolgen im Rücken verspricht man sich nun Aufwind für das Sponsoring. Ziel ist, nach Möglichkeit die komplette VLN-Langstreckensaison 2013 finanzieren zu können. Was die Zusammensetzung seines Fahrerteams anbelangt, so schwebt Heller vor, auch talentierten Nachwuchsleuten eine Chance zu geben. Der begeisterte Motorsportler, der bereits früher mit jungen Fahrern gearbeitet hat, hat sich obendrein um ein Nachwuchsförderprojekt der DMSJ (Deutsche Motorsport-Jugend) beworben.

„Wir haben dafür zwar noch kein fertiges Fahrzeug“, räumt der Teamchef ein, „aber verschiedene Optionen“. Wenn man den Zuschlag bekomme, könne man binnen zwei bis drei Monaten ein Juniorauto aufbauen. Ambitionierte Ziele also, die sich der 31-jährige Schwabenheimer gesteckt hat. Dennoch ist der junge Mann zuversichtlich, dass er mit seinem Rennstall im Motorsport bald richtig Fuß fassen kann. (Quelle: allgemeine-zeitung.de)